Fragen und Antworten

1. Was ist optiMIX?

optiMIX ist das Kürzel für Optimierte Mischkost. Es ist eine europaweit eingetragene Marke des Forschungsinstituts für Kinderernährung.

2. Was ist die Optimierte Mischkost?

Die Optimierte Mischkost ist ein 1993 am Forschungsinstitut für Kinderernährung entwickeltes Konzept für eine gesunde Ernährung von Kindern und Jugendlichen. Sie basiert auf wissenschaftlichen Empfehlungen (Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr, Empfehlungen für die Prävention späterer Krankheiten) und Erkenntnissen über die Realität der Kinderernährung. Sie basiert auf konkreten 7-Tage-Speiseplänen und ermöglicht deshalb auch die Ableitung mahlzeitenbezogener Empfehlungen. Eine Ernährung nach der Optimierten Mischkost stellt sicher, dass Kinder alles bekommen was sie für Wachstum und Entwicklung benötigen.

3. Welchen Vorteil bietet das Siegel?

Das Siegel beruht auf dem wissenschaftlich fundierten Konzept der Optimierten Mischkost. Es kennzeichnet Mahlzeiten und Produkte, die den Kriterien der Optimierten Mischkost entsprechen und bietet somit eine ernährungsphysiologische Qualitätssicherung für Anbieter und Käufer. Der Einstieg in die Zertifizierung ist einfach, da nicht ein ganzes Sortiment oder ein gesamter Speiseplan zertifiziert werden muss, es kann bereits mit einem einzelnen Rezept gestartet werden.

Darüber hinaus erleichtert das optiMIX Siegel die Auswahl gesunder Nahrungsprodukte für Verbraucher – Eltern und Kinder – ebenso wie für Verantwortliche in Schule und Kita. Und nicht zuletzt kann das Siegel auch als Marketinginstrument eingesetzt werden, von Essensanbietern und auch von Einrichtungen wie Schulen und Kitas, die damit ihr Engagement für eine gesunde Kinderernährung zeigen können.

4. Wer kann sich zertifizieren lassen?

Alle Anbieter von Nahrungsprodukten für Kinder können Rezepte zur Zertifizierung einreichen. Die Rezepte können sowohl Produkte für die Gemeinschaftsverpflegung in der Kindertagesstätte und Schule, als auch Produkte für den Einzelhandel betreffen. Das optiMIX Siegel steht in der Regel für eine komplette Mahlzeit, die entweder bereits als solche angeboten wird, z.B. Menüs für das Mittagessen in der Schule, oder die aus dem angebotenen Produkt, z.B. einem geeigneten Fruchtjoghurt, durch Kombination mit weiteren Lebensmitteln, z.B. zu einer optimierten Zwischenmahlzeit zusammengestellt wird. Die ernährungsphysiologische Prüfung bezieht sich auf die Rezeptur der kompletten Mahlzeit.

5. Was kostet die Zertifizierung?

Der Preis der Zertifizierung ergibt sich aus den Kosten für die Prüfung der Rezeptur und die Vergabe des Siegels. Er gilt jeweils für ein Rezept.
Dabei sind die Preise nach Absatz bzw. Anzahl produzierter Mahlzeiten gestaffelt.

6. Gibt es Rabattmöglichkeiten?

Bei der Zertifizierung von mehr als 5 Rezepten kann ein Rabatt von 25 % geltend gemacht werden.

7. Was beinhaltet die Kooperationsvereinbarung?

Die Kooperationsvereinbarung fixiert die für die Zertifizierung zu treffenden Absprachen. Darin werden neben der Anzahl der zu zertifizierenden Produkte (Mahlzeiten, Menüs) auch die Leistungen des FKE (u.a. Prüfung der eingereichten Rezepturen, ggf. Vorschläge für Modifizierungen, Zertifizierung) sowie die Kosten und die Gültigkeitsdauer des Zertifikats festgelegt und Absprachen über die Verwertung in der Öffentlichkeitsarbeit getroffen.

8. Was wird genau geprüft?

Auf Basis der eingereichten Rezeptur werden die Nährstoffgehalte der Mahlzeit / des Produktes ermittelt. Hierzu wird LEBTAB, die Lebensmittel- und Nährstoffdatenbank des FKE, benutzt.
Berechnet werden neben dem Gehalt an Energie und den Hauptnährstoffen (Protein, Fett, Kohlenhydrate) auch Ballaststoffe, Fettsäuregruppen sowie 11 Vitamine und 8 Mineralstoffe. Die Ergebnisse werden mit den Vorgaben der Optimierten Mischkost verglichen.

Darüber hinaus müssen die Anteile der Lebensmittel den Empfehlungen der Optimierten Mischkost für den jeweiligen Mahlzeitentyp entsprechen, z.B. warme Mahlzeit, Zwischenmahlzeit, Müsli-Frühstück.

9. Was ist LEBTAB?

LEBTAB ist die institutseigene Lebensmitteldatenbank des Forschungsinstituts für Kinderernährung. Sie ist speziell auf die Kinderernährung zugeschnitten. Aktuell enthält sie mehr als 7.000 Lebensmittel mit jeweils 46 Nährstoffen. Die Nährstoffdaten für Grundlebensmittel in LEBTAB stammen aus Standardlebensmitteltabellen. Nährstoffangaben zu Fertigprodukten werden anhand der Zutatenliste mittels simulierter Rezepte ermittelt.

10. Was ist genau das Rezept?

Das Rezept gibt Auskunft über die einzelnen Bestandteile des Produktes. Es muss genaue Angaben zur Art der eingesetzten Lebensmittel bzw. Zutaten und ihrer jeweiligen Menge enthalten. So sollte z.B. die Typenbezeichnung von Mehl (z.B. Type 550) und die Art des verwendeten Speiseöls (z.B. Rapsöl) benannt werden.

Muss das Produkt eines Anbieters, z.B. eine Getreideflockenmischung, noch mit weiteren Lebensmitteln zu einer Mahlzeit kombiniert werden, z.B. mit Frischobst und Joghurt, gilt die Gesamtheit der Lebensmittel als Rezept, das auf Übereinstimmung mit den Kriterien der Optimierten Mischkost geprüft wird.

11. Wie wird ein Rezept optimiert?

Bei den Empfehlungen des FKE zur Optimierung einer geprüften Rezeptur werden konkrete Veränderungsvorschläge unterbreitet, um die Kriterien der Optimierten Mischkost zu erfüllen. Die Maßnahmen können sich auf die Veränderung von Mengen einzelner Zutaten, den (Teil-) Austausch von Zutaten oder Zugabe neuer Zutaten beziehen.

12. Wie lange ist das Siegel gültig?

Das Siegel optiMIX gilt in der Regel für ein Jahr. Individuelle Absprachen sind möglich. Anschließend ist eine kostenpflichtige Re-Zertifizierung möglich. Eine zwischenzeitliche Veränderung der Rezeptur eines zertifizierten Produktes ist dem FKE mitzuteilen und hat eine erneute Prüfung der Rezeptur zur Folge.

13. Darf das Siegel überall abgedruckt werden?

Die Verwertung des optiMIX-Siegels wird in der Kooperationsvereinbarung geregelt. Ist ein Produkt/Menü mit dem Siegel zertifiziert, steht es dem Anbieter frei, das Siegel in Zusammenhang mit dem zertifizierten Produkt/Menü werblich zu nutzen. Die Darstellung wird vom FKE autorisiert.

14. Wer hat schon das Siegel?

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